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P.L.E.B.S.
Frida und Fredo
Gedichte

DulsArt

Kulturstammtisch
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... und ein bisschen Satire

 

Hamburg spricht über die Primarschule. Ich auch: eine Art grün-ideologische Heilserwartung:

“99 Luftballons!” Hier ein Bei-
trag, dem nichts hinzuzufügen ist!

Zurück zum (gesunden Menschen-) Verstand: Abwahl der Primarschule beim Volksentscheid am Sonntag, 18. Juli, in Ihrem Wahllokal.     Info


Auf Wissen und Gewissen
(Kurz-) Geschichten aus der Lebenswelt. Ist der Mensch an sich gut? Auf dem Prüfstand. ISBN: 978-3-9810113-5-7


Dulsberger MaiRauschen 09
Das Buch: Nachspiel
Kurzgeschichten und Gedichte,
die das Leben schreibt.

Noch zu haben! Das Buch zum MaiRauschen 2008: Vorspiel


Straßburger Platz: Der Gedichtebaum
Die Veranstaltung mit tanja-schreibt.de


Manchmal scheint
Glück so einfach

Yvonne Naumann:
Aron
und Marie

Info, Klappentext.


Cover und Buchblock:
Kathrin Sachs Linolschnitte

Ein Projekt, unterstützt vom Stadtteilbüro Dulsberg.


Susanne Henke,
“Bissige Storys
für boshafte Leser”:

Am Ende lauert der Tod. Und zwar in 15 Variationen. Genau so viele Kurzgeschichten bekommt der geneigte Leser von Susanne Henke in ihren „Bissige Stories für boshafte Leser“ serviert.   h i e r


3 Kurzgeschichten und ein Nachwort, Taschenbuch, 108 S.6.90 E., ISBN
3-9810113-0-9        Textproben

Jetzt zum kostenlosen runterladen: Frida und Fredo.
Der Ziegenexpress (mp3)

5. Dulsberger MaiRauschen

 Mehr Info     Fotos             … und die Sinne erwachen

Samstag, 8. Mai 2010, 19:30 Uhr, Kulturhof Dulsberg, Alter Teichweg 200, Hamburg, Nähe U1 -Alter Teichweg.

Lesung mit 8 bekannten und weniger bekannten Autoren von hier und anderswo: Rüdiger N. Aboreas, Wolfgang A. Gogolin, Rena Larf, Brigitte Remmert, Petra Schmidt, Patricia Schulze, Devrim Toktas, Doris Waschull. Durchs Programm führt Tanja Fürstenberg.

Musik: TAKRY, Maubowle, Essen und Trinken. Plakate/Infos

Und dazu: Wochenendgalerie zum Thema HerzFlugZeit mit Künstlern des Kunst- und Kulturvereins dulsArt:

Erika Birkholz, Brigitte Caselitz, Ulrike Dennig, Annegret Fritsch, Tanja Fürstenberg, Christoph Hachmann, Eckhard Hansen, Ebi Jaeckisch, Hella Scharfenberg, Gabi Vayant, Stefanie Vieira

Tante Marie und die Grüne Partei

Tante Marie war zeitlebens eine praktisch Frau. Aber immer auch ein bisschen spleenig. Jedenfalls nach Meinung der Verwandtschaft. Allein schon weil sie von Anfang an mit der grünen Bewegung sympathisierte. Damit stand sie quer zur Familie, deren politische Präferenzen sich bis heute gleichmäßig auf die beiden großen Volksparteien verteilen.
       Trotzdem wurde sie von meinen Eltern fast jeden Sonntag eingeladen, mit uns ins Grüne        Weiter

Vanille-Baby

Sie klemmte kurz nur im Geburtskanal,
dann war sie raus, trotz Antibabypille.
Geschehen war es vorm Gewürzregal,
es roch belebend würzig nach Vanille.   

Das Baby schrie sich wach, ganz unverstört,
Der Mama war der Umstand peinlich.
Die Kundschaft zeigte sich gerührt, betört, 
nur der Abteilungsleiter klagte kleinlich!

Das Kind, zum Glück, blieb davon unberührt. 
Es fühlte sich geborgen in dem Leben,
besonders dann, wenn Mami Milch gerührt,
in die Vanille sie hineingegeben.

Ein Duft, der seine Seele klingen ließ
und der es lockte, ja durchs Leben führte,
Da war egal, wie eine Speise hieß,
es kam drauf an, dass man Vanille spürte.

Im Sommer wie im Winter auch, ja täglich
begab das Kind sich in das Eiscafe.
Es fand Vanillebecher sehr verträglich.
Vanillig roch am Abend auch der Tee.

Sogar die Liebe - für die numehr junge Frau -
bekam durch diesen Duft erst Reiz und Segen.
Und viele Männer, schön und stark und schlau,
erwiesen sich dem Sinnenrausch erlegen.

Als reife Frau, schon Enkel auf dem Schoß,
begann sie Mehl mit Eiern anzurühren..  
Stets reichte es für einen Kuchen bloß,
doch er vermochte Kinderseelen zu verführen.

Den Rücken krumm, der Tod war nicht mehr weit,
blieb die Vanille ihr kein Stück egal.
Sie schrieb: Nach Ablauf meiner schönen Zeit
begrabt mich unter dem Gewürzregal.
                                           © aboreas, 7 / 2010

Gedichte-Auswahl
(Achtung, nicht immer jugendfrei)hier

Die Weiterverbreitung meiner Texte und Gedichte ist ausdrücklich erwünscht.
Vorausgesetzt: es wird auf die
Quelle und den Autor (Rüdiger Nick Aboreas) verwiesen.

Fredo und Frida                                
Die Ziege und die Ich-AG

Ein entspanntes Wochenende neigte sich dem Ende zu. Leberwurst, Speck und Zwiebelquark, das machte ein kräftiges Abendbrot aus. Stärkend für den nächsten Tag, für das unabwendbare Hinausmüssen in die Kühle des frühen Morgens. Er zum Austragen der Tageszeitungen, sie mit der S-Bahn zum Putzen in die Schnapsfabrik.
Ein kräftiger Rülpser signalisierte Frida,       Weiter  
 

Und hier: Tante Marie spreizt die Beine

Angebot und Nachfrage

Wenn eine Aktie emittiert,
versammeln sich die Geldgewandten.
Wenn ein Gerücht das Maul passiert,
dann grüßen sich die Denunzianten.

Die einen fragen nach Bilanzen,
nach dem, was die Geschäfte stört.
Die andern lauern wie die Wanzen
auf den, der zum Gerücht gehört.

Sind Börsenkurse schlicht notiert,
für jedermann leicht einzusehen,
ist die Verleumdung ziseliert
oft nur im Dunkeln zu verstehen.

Der Aktionär erlöst Gewinn,
den Kursanstieg, die Dividende.
Dem Denunzianten steckt was drin,
es kitzelt ihn in Hals und Lende.

Sie mögen grundverschieden sein,
doch folgen sie den Marktgesetzen:
Ihr Wert stellt sich durch Bieten ein,
ja, auch beim nachgefragten Petzen.

© aboreas, 2003

Was ist Satire

Immer mal wieder stellt sich in der kritischen Diskussion die Frage, wodurch sich eigentlich Satire definiert.

Für alle Interessierten hier nun eine Reihe von Thesen. Aufgeschrieben in den 80er Jahren. Anlass: Hauptseminar „Annäherung an das Komische im Film“ im Fachbereich Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg.

    „1) Der Autor greift einzelne, ihm besonders wichtig erscheinende Züge der Wirklichkeit heraus und hebt sie durch Übertreibung hervor.

   2.) Grundlage der satirischen Darstellung ist eine Haltung des Angriffs, der scharfen Kritik gegenüber dem Gegenstand der Darstellung, eine Haltung, die bis zum Hass gehen kann.

   3) Die Kritik des mit satirischen Mitteln Dargestellten wird nicht explizit ausformuliert, sondern indirekt gestaltet und bedarf einer interpretierenden Denk-
leistung des Lesers.

   4) Die Satire gibt den dargestellten   Weiter

Und noch einmal Hartz IV             Satire:      7 ungute Gründe dafür hier

Hingeschaut: Hamburger Speicherstadt und Hafencity                                    

B r ü h w ü r f e l a r c h i t e k t u r ?

Es wird ”geklotzt” am Hafenrand.   Frühj. 05

Die Häuser sehen aus wie Brühwürfel mit Fenstern. So hat sich ein ehemaliger studentischer Arbeitskollege über die erste Häuserzeile der gerade entstehenden Hafencity geäußert. Der Mann ist nicht blöd und kennt sich aus. Immerhin weiß er einen guten Brühwürfel zu schätzen.

Er ist Hinz- und-Kunzt-Verkäufer.

Brühwürfelästhetik? Das kann eigent-
lich nichts Gutes bedeuten. Doch wie passt das zusammen mit dem anhal-
tenden Jubel und den feierlichen Erklärungen zur Hafencity.

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